
Demenzbetreuung zu Hause
Demenzbetreuung zu Hause heisst: eine vertraute Person ist da, der Tag hat eine feste Struktur, und die Angehörigen müssen nicht mehr jede Stunde selbst abdecken. Domovita übernimmt diesen Teil – stundenweise, tagsüber, nachts oder rund um die Uhr. Auf dieser Seite steht auch, was wir nicht übernehmen und ab wann ein Heim die sinnvollere Lösung ist.
Auch nachts
|
Fest angestellt & versichert
|
Deutschsprachig
|
Geschult im Umgang mit Demenz
Betreuende geschult im Umgang mit Demenz und Alzheimer
SECO-Bewilligung, im Register überprüfbar
Pflegehelfer-Diplom SRK, mindestens 5 Jahre Erfahrung
Standort Lachen SZ
Wie viele Menschen das betrifft
166'300
Menschen leben
in der Schweiz
mit einer Demenz
35'800
Neuerkrankungen pro Jahr. Alle 15 Minuten erkrankt eine Person.
1 bis 3
Angehörige sind pro erkrankte Person mitbetroffen.
rund die Hälfte
hat keine fachärztliche Diagnose.
Rund 60 Prozent der Menschen mit Demenz leben zu Hause. Die Gesamtkosten der Demenz in der Schweiz werden auf 11,8 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt, und 5,5 Milliarden davon – 47 Prozent – tragen die Angehörigen. Dieser Betrag ist kein Rechnungsbetrag, sondern der Marktwert der Betreuung, die Familien unbezahlt leisten. Es ist die grösste einzelne Position in der ganzen Rechnung.
Quellen: Alzheimer Schweiz, Factsheet «Demenz in der Schweiz 2026»; Anteil der zu Hause lebenden Personen und Kostenaufteilung aus dem Factsheet «Demenzkosten in der Schweiz» (Referenzjahr 2017). Alzheimer Schweiz weist darauf hin, dass es in der Schweiz kein nationales Demenzregister gibt und alle Angaben Schätzungen sind.
Kanton | Menschen mit Demenz |
|---|---|
Zürich | 27'275 |
St. Gallen | 9'560 |
Schwyz | 2'935 |
Glarus | 810 |
Zusammen | 40'580 |
Kantonszahlen aus demselben Factsheet von Alzheimer Schweiz. Die 24-Stunden-Betreuung bieten wir in der ganzen deutschsprachigen Schweiz an, stundenweise Einsätze sowie Tages- und Nachtbetreuung in der Region um Lachen SZ.
Was in welcher Phase meistens passt
Jede Demenz verläuft anders, und die Übergänge sind fliessend. Die Tabelle ist eine Orientierung aus der Betreuungspraxis, keine medizinische Einteilung und keine Diagnose. Wie weit die Erkrankung ist, beurteilt die Ärztin oder der Arzt.
Phase | Woran Angehörige es merken | Was meist passt |
|---|---|---|
Früh | Termine und Namen gehen verloren, dieselbe Frage kommt mehrmals, Einkauf und Finanzen werden anstrengend. Allein zu Hause bleiben ist noch möglich. | Einzelne feste Stunden pro Woche. Verlässliche Termine geben Struktur, und Angehörige gewinnen Zeit, die wirklich frei ist. Stundenweise Betreuung |
Mittel | Hilfe wird täglich gebraucht, die Unruhe nimmt abends zu, die Wohnung wird unübersichtlich, erste Nächte sind durchwacht. Längere Zeit allein wird riskant. | Ganze Tage, einzelne Nächte oder beides. Kommt ärztlich verordnete Pflege dazu, läuft sie über die Spitex. Zusammenspiel mit der Spitex |
Fortgeschritten | Rund um die Uhr ist Anwesenheit nötig, der Pflegebedarf wächst, und die Angehörigen sind an ihrer Grenze. | Durchgehende Betreuung mit einer festen Betreuungsperson im Haus – oder der Übertritt in ein Pflegeheim. Dazu der nächste Abschnitt. 24-Stunden-Betreuung |
Was wir machen und was wir nicht machen
Domovita ist ein Betreuungsdienst für Seniorenbetreuung zu Hause mit eidgenössischer Bewilligung des SECO für Personalverleih, nachprüfbar im Register unter der Nummer CHE-336.375.172. Wir sind keine Spitex: dafür braucht es eine kantonale Betriebsbewilligung des Gesundheitsamts, und die haben wir nicht. Deshalb nennen wir uns auch nicht so.
Das übernehmen wir
Anwesenheit und Gesellschaft, ein gleichbleibender Tagesablauf, Mahlzeiten, Haushalt, Begleitung zu Terminen und Spaziergängen, Aufmerksamkeit in der Nacht. Keine ärztliche Verordnung und keine Diagnose nötig – Sie entscheiden, wie viele Stunden Sie beziehen.
Das übernimmt die Spitex
Die eigentliche Demenzpflege: Körperpflege, Medikamente richten und abgeben, Verbände, Behandlungspflege. Das sind Pflegeleistungen, unseren Betreuenden vertraglich untersagt. Wenn sie dazukommen, stellen wir den Kontakt zu unserer Partnerorganisation Spitex Xundheit Plus her und stimmen die Einsätze ab. Sie behalten eine Ansprechperson.
Wir sind Arbeitgeberin der Betreuenden, das Personal ist angestellt und versichert, und wir sind ansprechbar, wenn etwas nicht läuft. Unsere Betreuenden sind deutschsprachig mit Deutsch auf Niveau B1 bis B2, geschult im Umgang mit Demenz und Alzheimer, haben das Pflegehelfer-Diplom SRK und mindestens fünf Jahre Erfahrung. Die Betreuung bei Demenz unterscheidet sich bei uns darin nicht von anderen Einsätzen: dieselben Leute, dieselben Ansätze, nur mit mehr Geduld und festerer Struktur.



Wann ein Pflegeheim die bessere Lösung ist
Wir leben davon, dass Menschen zu Hause bleiben können. Trotzdem gehört dieser Abschnitt auf diese Seite, denn zu Hause ist nicht in jeder Lage die richtige Antwort.
«Bei starker Pflegebedürftigkeit ist ein Übertritt in eine stationäre Behandlung meistens unvermeidlich.»
Alzheimer Schweiz weist in derselben Richtung auf die Kosten hin: der Pflegeaufwand kann im Verlauf einer Demenz so gross werden, dass Pflege und Betreuung in einem Pflegeheim günstiger sind als zu Hause. Nach denselben Zahlen von Alzheimer Schweiz haben im Pflegeheim mindestens 65 Prozent aller Bewohnenden eine Demenz. Ein Heimeintritt ist also kein Scheitern, sondern der Normalfall in einer späten Phase.
Die Anzeichen, bei denen wir selbst zum Gespräch über ein Heim raten: der Pflegebedarf überwiegt die Betreuung deutlich, es sind rund um die Uhr zwei Personen nötig, die Wohnung lässt sich nicht sicher machen, oder die Angehörigen sind gesundheitlich selbst am Ende.
Zwei Dinge gehören aber in dieselbe Rechnung, und sie fehlen fast immer. Erstens: die Hilflosenentschädigung leichten Grades der AHV gibt es ausschliesslich, solange die Person zu Hause lebt. Zweitens: 47 Prozent aller Demenzkosten in der Schweiz sind unbezahlte Arbeit von Angehörigen. Wer zu Hause bleibt, zahlt einen Teil also nicht mit Geld, sondern mit der Gesundheit der Familie. Sobald diese beiden Posten mitgerechnet werden, ist der Vergleich nicht mehr einfach – und genau deshalb lohnt sich ein Gespräch, bevor entschieden wird.
Was Demenzbetreuung zu Hause bei uns kostet
Es gibt keinen Demenzzuschlag. Sie zahlen die Betreuung, die Sie beziehen, zu denselben Ansätzen wie alle anderen.
Stundenweise
ab 55.–
pro Stunde, exkl. MWST
Tag oder Nacht
ab 350.–
pro Einsatz, exkl. MWST
24-Stunden-Betreuung bei Demenz
ca. 6'500.–
pro Monat, exkl. MWST
Der Monatsbetrag gilt nach Abzug des Spitex-Anteils und setzt voraus, dass die Betreuungsperson das Pflegehelfer-Diplom SRK hat. Dazu kommen der gesetzliche Klientenanteil der Spitex, Kost und Logis für die Betreuungsperson sowie deren Reisekosten von CHF 150 je An- und Abreise. Alle Preise und Bedingungen
Hilflosenentschädigung: der Beitrag, den die meisten übersehen
Eine Demenz führt häufig dazu, dass eine Person dauernd Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen oder persönliche Überwachung braucht. Genau das ist die Voraussetzung für die Hilflosenentschädigung der AHV. Sie beträgt je nach anerkanntem Grad 252 Franken bei leichter, 630 Franken bei mittelschwerer und 1'008 Franken bei schwerer Hilflosigkeit pro Monat.
Was gilt | Details |
|---|---|
Antrag | Bei der AHV-Zweigstelle beziehungsweise der zuständigen Ausgleichskasse. Massgebend ist das Merkblatt 3.01 der AHV, Stand 1. Januar 2026. |
Wohnform | Den leichten Grad gibt es bei der AHV nur bei einem Aufenthalt zu Hause. |
Einkommen | Die Entschädigung ist von Einkommen und Vermögen unabhängig. |
Dauer | Die Hilflosigkeit muss ununterbrochen mindestens sechs Monate gedauert haben. |
Die Krankenkasse zahlt keine Betreuung. Sie beteiligt sich an ärztlich verordneten Pflegeleistungen, und die werden über die Spitex abgerechnet. Wie dieses Zusammenspiel abläuft, steht auf der Seite zur Spitex-Partnerschaft.
Der Vorsorgeauftrag hat ein Zeitfenster
Dieser Punkt kostet nichts und wird trotzdem am häufigsten verpasst. Einen Vorsorgeauftrag kann nur eine handlungsfähige Person errichten – also solange sie urteilsfähig ist. Nach einer Demenzdiagnose schliesst sich dieses Fenster mit der Zeit.
Im Vorsorgeauftrag bestimmt eine Person, wer im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit die Personensorge oder die Vermögenssorge übernimmt oder sie im Rechtsverkehr vertritt. Geregelt ist das in Artikel 360 des Zivilgesetzbuchs. Für die Form gilt Artikel 361: Der Vorsorgeauftrag ist entweder öffentlich zu beurkunden, oder er wird eigenhändig errichtet – dann muss er von Anfang bis Ende von Hand geschrieben, datiert und unterzeichnet sein. Auf Antrag trägt das Zivilstandsamt ein, dass ein Vorsorgeauftrag besteht und wo er hinterlegt ist.
Fehlt der Vorsorgeauftrag, gibt es eine gesetzliche Ersatzregelung, aber eine knappe. Ehegatten und eingetragene Partner, die im gemeinsamen Haushalt leben oder regelmässig persönlich Beistand leisten, dürfen nach Artikel 374 das Notwendige für den Unterhalt erledigen und Einkommen und Vermögen ordentlich verwalten. Alles darüber hinaus, etwa der Verkauf einer Wohnung, braucht die Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde. Und wer nicht verheiratet ist – Töchter, Söhne, Geschwister – hat dieses Recht gar nicht.
Wir sind keine Rechtsberatung und erstellen keine Vorsorgeaufträge. Wir sagen es nur früh genug, weil es sonst niemand tut.
Wie ein Start abläuft
1
Gespräch
Sie rufen an oder schreiben. Wir klären in zehn Minuten, ob und wie wir helfen können, und was eher zur Spitex gehört.
2
Bedarfsermittlung
Wir gehen den Tagesablauf durch: Essen, Schlafen, Medikamente, Unruhe, Wege, wer schon hilft. Daraus wird ein konkreter Einsatzplan.
3
Betreuungsperson
Wir schlagen eine Person vor, die zur Situation passt, und stellen sie Ihnen vor. Passt sie nicht, suchen wir weiter.
4
Start
In dringenden Fällen, etwa nach einem Spitalaufenthalt, beginnen wir oft innerhalb weniger Tage.
Kündigungsfristen: bei stundenweiser Betreuung 15 Tage in den ersten drei Monaten, danach 30 Tage. Bei der 24-Stunden-Betreuung 30 Tage, jeweils auf Monatsende.
Hilfe, die nichts kostet
Nicht jede Frage braucht eine Firma. Diese Stellen helfen kostenlos, und wir empfehlen sie ohne Hintergedanken.
Alzheimer-Telefon
Beratung zu Demenz für Betroffene und Angehörige, schweizweit und kostenlos: 058 058 80 00. Betrieben von Alzheimer Schweiz.
Entlastungsdienste
Das Schweizerische Rote Kreuz und die kantonalen Alzheimer-Sektionen bieten stundenweise Entlastung an, oft zu Tarifen weit unter dem Marktpreis. Lohnt sich besonders in der frühen Phase.
Tages- und Nachtstätten
Betreute Tagesstrukturen entlasten tagsüber oder nachts und bringen den Erkrankten unter Menschen. Welche es in Ihrer Gemeinde gibt, weiss die kantonale Alzheimer-Sektion.
Fragen, die uns Angehörige stellen
Lassen Sie sich beraten
Sagen Sie uns, was ärztlich verordnet ist und wo im Alltag Unterstützung fehlt. Wir klären mit Ihnen, welcher Teil über die Spitex und die Krankenkasse läuft und welchen wir übernehmen. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Rolf Ochsner
Geschäftsführer Domovita GmbH
Mit dem Absenden stimmen Sie der Bearbeitung gemäss Datenschutzerklärung zu.

